Wer entscheidet über die Reihenfolge der Impfungen?

Die Bürgermeister und Landräte entscheiden, wer zuerst an der Reihe ist. Zunächst bekommen nur ausgewählte Pflegeheime diese Chance, denn es dürfte zu Beginn nicht genügend Impfstoff für alle Einrichtungen vorhanden sein.

Wie werden Hochbetagte zu Hause erreicht?

Rund 800.000 Menschen in NRW werden zu Hause gepflegt, meist von Angehörigen. Sie und Senioren über 80 Jahren sollen so schnell wie möglich die Chance erhalten, sich impfen zu lassen, gleich nach den Pflegeheim-Bewohnern, so die Landesregierung. Aber noch sind viele Fragen offen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein sollen Menschen, die zur ersten Impfgruppe gehören, über die Krankenkassen informiert werden. Das Land NRW befinde sich dazu in Gesprächen mit den Kassen, sagte ein Sprecher.

Krankenkassen in NRW bremsen: Weder sei dieses Vorhaben vor Ort bekannt noch unter solch hohem Zeitdruck logistisch zu stemmen, hieß es etwa von der Techniker. Die AOK Rheinland/Hamburg unterstrich, dass viele Details rund um die Impfung an sich noch nicht abschließend geklärt seien. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Donnerstag, Berechtigte würden „darüber unterrichtet, wann sie dran sind, wenn sie dran sind.“

Kann ich jetzt schon einen Termin vereinbaren?

Nein. Sobald möglich, sollen Impfberechtige, die nicht durch mobile Teams in Alten- oder Pflegeheimen direkt aufgesucht und dort geimpft werden, ihre beiden Impftermine selbst ausmachen können. Geplant sei, dass dies über die bundesweit einheitliche Patientenservice-Nummer 116 117 geschehen kann, heißt es von der KV Nordrhein. Dort können sich dann gesetzlich und privat Versicherte anmelden.

Das NRW-Gesundheitsministerium betont, dass eine Terminvereinbarung über die Hotline „aktuell für die Corona-Schutzimpfung noch nicht möglich“ sei. Die Nummer werde dazu erst freigeschaltet, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. Terminvereinbarungen werden künftig auch übers Internet und eine Smartphone-App möglich sein, so die Regierung. Bürger ohne Termin können die Impfzentren nicht betreten.

Fristen für Termine sind nach Informationen der KV nicht geplant: Zwar können Menschen, die zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören – zum Beispiel Personen über 70 und pflegende Angehörige – zu Beginn noch keinen Termin vereinbaren. Über-80-Jährige können sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt impfen lassen.

Ist genug Personal für die Impfzentren da?

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass genügend Personal zur Verfügung steht“, sagte Gesundheitsminister Laumann. Ins Freiwilligenregister des Landes haben sich schon rund 13.800 Menschen aus den Gesundheitsberufen eingetragen.

Ist die Impfung freiwillig?

„Freiwilligkeit muss die oberste Priorität sein“, erklärte Armin Laschet. „Eher werden Leute sauer sein, weil sie noch nicht an der Reihe sind“, vermutet Gesundheitsminister Laumann.

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