Die Corona-Pandemie zieht weiter unaufhaltsam ihre Kreise, jetzt hat sie auch den Spielbetrieb der 3. Liga vollends getroffen. Nachdem zunächst der Saisonstart von September auf Oktober verschoben wurde, wird die Saison jetzt bis Ende Dezember unterbrochen. Die Fortführung ist für den 09./10. Januar 2021 geplant.
Der „Lockdown light“, der von der Bundesregierung zum 02. November angeordnet wurde, macht auch vor den Drittligisten keinen Halt. Auf Grund weiter steigender Infektionszahlen und der sich bis dato schon häufenden Anzahl an Spielverlegungen, hatet sich der DHB dazu entschieden, den Spielbetrieb zunächst bis einschließlich 15. November auszusetzen. Jetzt folgte die Verlängerung bis Ende Dezember 2020.
In einer Online-Konferenz der Drittligisten zusammen mit dem DHB wurde am gestrigen Dienstag die aktuelle Situation und die weitere Vorgehensweise erläutert und Pläne für einen Re-Start im Januar 2021 vorgestellt. Neben Marc Schober, Vorstandsvorsitzender des DHB und Melanie Prell, zuständig für den Spielbetrieb der 3. Liga, gaben Andreas Tiemann und Matthias Kohlstrung, beide Spielkommission 3. Liga, erste Ansätze für den Re-Start im Januar bekannt. Drei mögliche Szenarien wurden den Vertretern der Vereine vorgestellt, von denen eines im Januar angewendet werden soll.
Ziel ist es zunächst, die Hinrunde bis Ende April 2021 abzuschließen und die Saison dann in einem angepassten Modus zu beenden. „Dass die Saison jetzt erstmal unterbrochen ist, ist für alle Vereine schade, aber es ist angesichts der hohen Infektionszahlen eine logische Konsequenz“, so das erste Statement der beiden THLGeschäftsführer Andreas Blüsse und Andreas Sukop. „Dass wir nach zwei Siegen gerne weitergespielt hätten, ist klar, aber die Gesundheit aller Beteiligten geht definitiv vor“, so Andreas Sukop zur aktuellen Situation.
„Wir stehen vor großen organisatorischen Herausforderungen. Training ist aktuell nur eingeschränkt möglich, manche Drittligisten haben gar keine Möglichkeit, ihr Training durchzuführen. Auf Dauer sind auch Geisterspiele nicht tragbar, da die Eintrittsgelder und Einnahmen aus dem Catering wesentliche Bestandteile unseres Budgets sind“, zeigt Andreas Blüsse einige wesentliche Aspekte auf.
„Team HandbALL ist eine Ausbildungsmannschaft. Für unsere jungen Spieler ist es wichtig, dass sie im Training bleiben und Spielpraxis haben. Eine monatelange Unterbrechung wäre für die Entwicklung nicht förderlich“, betrachtet Andreas Sukop auch die sportlichen Auswirkungen. „Wir können nur hoffen, dass sich die aktuellen Maßnahmen auf die Entwicklung der Infektionszahlen positiv auswirken.“

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