Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie setzt das Land Nordrhein-Westfalen auf zentrale Impfzentren in den Kreisen und kreisfreien Städten. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Kosten für die Medizinprodukte, wie Spritzen und Kanülen übernehmen die Länder.
Darüber hinaus teilen sich die Länder mit dem Bund die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Impfzentren. Dabei ist Nordrhein-Westfalen sehr unterschiedlich strukturiert. Gerade im kreisangehörigen Raum – so auch in Lippe – sind die Distanzen oft weit. In zahlreichen Kommunen anderer Bundesländer – beispielsweise in Bayern – sollen auch Impfbusse eingesetzt werden, die den Gang zum Impfzentrum ersparen sollen und so zusätzlich das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum reduzieren. Auch Fahrten auf Dörfer und in Regionen ohne Impfzentrum sind mit den Bussen, die über Impfkabinen verfügen, geplant.
Impfbusse folgen der Idee, dass der Impfstoff zu den Menschen und nicht die Menschen zu dem Impfstoff kommen sollen. Je schneller und umfassender es gelingt, die Bevölkerung zu impfen, desto eher wird die Pandemie überwunden werden können. Der Bundesgesundheitsminister will allen, die es wollen, bis zum Sommer ein Impfangebot machen.
Vor diesem Hintergrund haben die Mitglieder des Landtages Dr. Dennis Maelzer, Ellen Stock und Jürgen Berghahn die Landesregierung um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Warum sieht die Impfstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen keinen Einsatz von Impfbussen vor?
2. Inwieweit ist das Land bereit, eine Umrüstung bzw. den Betrieb von Impfbussen finanziell zu fördern?
3. Inwieweit wird die Einrichtung von Shuttle-Transfers zu den Impfzentren durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert?
4. Wie viele Impfdosen sollen den Kreis Lippe bis zum Sommer 2021 erreichen? (Bitte nach Monaten, Anzahl der Dosen und Impfstoffherstellern differenzieren.)
Sobald die Anmtwort vorliegt, werden die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN darüber berichten.

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