Das Thema Katzenkastration bekommt nach der Abwahl von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf neuen Schwung. „Aus den Reihen der Politik habe ich das Bedürfnis gehört, dass wir uns dem Thema nochmal widmen“, erklärte Bürgermeister Thomas Katzer am Rande eines Termins gegenüber der Redaktion.

Der Hauptausschuss hat sich vor sieben Jahren  für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen in Augustdorf ausgesprochen. Der damalige Verwaltungschef Dr. Andreas Wulf stimmte dagegen und führte vor allem rechtliche Bedenken für eine entsprechende Verordnung ins Feld, die auf Antrag der SPD-Fraktion wiederholt auf die Tagesordnung gekommen war. Auch 2018 hatte der Gemeinderat mehrheitlich eine Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung von Katzen beschlossen. Auch hier sperrte sich Wulf, weil aus seiner Sicht die rechtlichen Voraussetzungen nicht vorliegen, um die beschlossenen Freiheitseinschränkungen von Katzenhaltern zu beschließen.

Die Beschwerde des ehemaligen Bürgermeisters gegen den Beschluss liegt zur Zeit immer noch bei der Kommunalaufsicht. Da Bürgermeister Thomas Katzer nicht abgeneigt zuu sein scheint einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zuzustimmen, stellt sich nun die Frage, was passiert mit der Beschwerde?
Auf Nachfrage der AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklärte die Kommunalaufsicht, dass gemäß der Gemeindeordnung ein Bürgermeister einen Beschluss des Rates, welcher vermeintlich gegen das geltende Recht verstößt, zu beanstanden habe. „Verbleibt der Rat in erneuter Sitzung bei seinem Beschluss, so hat der Bürgermeister unverzüglich die Entscheidung der Aufsichtsbehörde einzuholen“, heißt es weiter. Ein neuer Beschluss des Rates beende das der Aufsichtsbehörde vorliegende Verfahren nicht automatisch.
Mit anderen Worten: Bürgermeister Katzer wird sich mit der Behörde auseinandersetzen müssen, um zu klären, wie man, um im Bild zu bleiben, die Katze vom Eis kriegt.
 
 

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