Seit über 20 Jahren geben die Lustigen Heidesänger der Bürgerschützengilde Augustdorf ein Nikolauskonzert für die Bewohner des Augustdorfer Seniorenzentrums „Haus am Pastorengarten“ und bringen eine Nikolaustüte für jeden Bewohner mit. Wegen der Corona-Pandemie muss das zur Tradition gewordene Konzert in diesem Jahr ausfallen. Um den Senioren trotz allem eine Freude zu bereiten, haben die Heidesänger eine Nikolausüberraschung an das Seniorenheim übergeben.

Drei Kisten voller liebevoll verpackter Nikolausüberraschungen haben Manfred Ostländer, Lothar Orzech und Johny Ärmel im Namen der Lustigen Heidesänger der Bürgerschützengilde Augustdorf an Gabriele Kiskemper und Larissa Gart vom Seniorenzentrum Augustdorf übergeben. „Eigentlich hätten wir heute ein Weihnachtskonzert für die Bewohner gesungen. Das ist seit über 20 Jahren Tradition für uns“, erklärt Manfred Ostländer, Vorsitzender der Bürgerschützengilde Augustdorf und Leiter der Lustigen Heidesänger. Es sei sehr schade, dass das Konzert in diesem Jahr nicht stattfinden könne, aber die Gesundheit gehe vor. „Wir wollen unsere Tradition aber nicht ganz ausfallen lassen und übergeben zumindest die Nikolaustüten“, sagt Ostländer.

Für jeden der 49 Bewohner haben die Sänger eine Tüte mit einem Schokoladennikolaus und anderen Süßigkeiten gepackt. Auch an die Mitarbeitenden des Seniorenheims haben die Männer gedacht und eine kleine Aufmerksamkeit besorgt. „Das gibt uns das Gefühl, dass wir nicht allein sind“, bedankt sich Gabriele Kiskemper, Leiterin des Begleitenden Dienstes.

Das Seniorenheim sei momentan coronafrei. „Wir wollen es dem Virus so schwer wie möglich machen“, meint Kiskemper. Und so wurden die Geschenke auch coronaconform mit Abstand und Maske vor den Türen des Seniorenzentrums überreicht.

Seit etwa einer Woche darf das „Haus am Pastorengarten“ sogar selbst Bewohner und Mitarbeitende mit einem Schnelltest auf Covid-19 testen. „Unsere examinierten Pflegekräfte haben eine Online-Schulung mitgemacht und können dadurch sehr genau testen“, sagt Gabriele Kiskemper. Die Schnelltest in Eigenregie seien eine Erleichterung ihrer Arbeit. Außerdem tragen die Mitarbeitenden des Seniorenzentrums während der gesamten Arbeitszeit FFP2-Masken. „Wir wollen das Haus coronafrei halten“, so die Leiterin des Begleitenden Dienstes. Die Bewohner dürften aktuell noch besucht werden und auch zu ihren Familien nach Hause. Trotzdem sei das Leben und Arbeiten im Augustdorfer Seniorenzentrum momentan sehr isoliert. „Da freut uns so eine Aufmerksamkeit wie von den Heidesängern besonders“, sagt Kiskemper. (pal)

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