„Montag“, war eine der Antworten auf die Frage, was am heutigen Tag denn sei. Große Überraschung zeigte sich bei einigen Augustdorfern, als aufgelöst wurde, dass nicht nur Montag, sondern vor allem Internationaler Tag der Frau ist. Acht von zehn Augustdorfern, wussten zwar, dass es so einen Tag gibt, jedoch nicht wann und das er morgen stattfindet. Doch warum wird er gefeiert und wo liegt der Ursprung?
Die Idee stammt aus den USA. Dort hatten Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas im Jahr 1908 ein Nationales Frauenkomitee gegründet, das beschloss, einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren. Dieser erste „Frauentag“ in den USA am 28. Februar 1909 war ein Erfolg – auch weil sich bürgerliche Frauenrechtlerinnen den Forderungen nach dem Frauenwahlrecht anschlossen und gemeinsam mit den Sozialistinnen demonstrierten. Die Idee, diese Form des Protestes zu wiederholen, war schnell geboren, und so kam es auch 1910 im Februar zu nordamerikanischen Frauendemonstrationen für das Wahlrecht. Während die US-Amerikanerin May Wood Simons die Idee zu einem solchen Tag nach Kopenhagen brachte, waren es die deutschen Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Duncker, die sich auf dem Treffen in Kopenhagen für den Frauentag einsetzten.
Am 19.März vor 110 Jahren wurde dann der erste „Frauentag“ in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848.
Erst ab 1921 fand der „Frauentag“ jedes Jahr statt und im Internationalen Jahr der Frau 1975, wählten die Vereinten Nationen das genaue Datum für den Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden und richteten dazu erstmals am 8. März eine Feier aus.
Für was Frauen damals kämpften

  • Selbstbestimmung bei der Schwangerschaft und ihrem Sexualleben
  • Selbtsbestimmung bei der Arbeitswahl
  • gleicher und fairer Lohn
  • Frauenwahlrecht
  • Gleichheit vor dem Staat und der Gesellschaft

Für was Frauen heutzutage kämpfen

  • gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
  • gleiche Chancen im Arbeitsleben
  • eine bessere Balance zwischen Beruf und Familie, unabhängig vom gelebten Familienmodell
  • mehr Frauen in Führungspositionen und auf allen Führungsebenen in Wirtschaft und Politik
  • gute öffentliche Angebote zur Kinderbetreuung und Pflege sowie gerechte soziale Sicherungssysteme
  • faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen
  • faire Chancen, die eigene Existenz zu sichern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen

Weitere Fakten rund um den Frauentag und Gleichberechtigung

  •  das Land Berlin führte 2019 den „Frauentag“ am 8. März als gesetzlichen Feiertag ein, als einziges deutsches  Bundesland
  • in China, Madagaskar und Nepal gilt der Feiertag nur für Frauen
  • in 26 Ländern ist der Frauentag ein gesetzlicher Feiertag
  • jede vierte Führungskraft auf oberster Leitungsebene ist eine Frau
  • 13 Länder haben eine Präsidentin
  • Frauen werden immer mehr dazu berechtig, als Schiedsrichter für männliche Mannschaften zu Arbeiten
Cookie Consent mit Real Cookie Banner