Ab heute bis zum 6. Januar verteilen Apotheken an Risikopatienten zum Schutz gegen eine Corona-Infektion je drei kostenlose FFP2-Masken beziehungsweise Masken vergleichbarer Qualität. Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben sowohl mit der Heideapotheke als auch mit der Senne Apotheke gesprochen. Dort versicherte man der Redaktion, dass diese auf die Nachfrage vorbereitet seien.
Patienten, die mindestens 60 Jahre alt sind, erhalten die Masken gegen Vorlage des Personalausweises. Wer unter sechzig ist, hat Anspruch auf die Masken, wenn mindestens einer der folgenden Risikofaktoren liegt: Diabetes Typ-2, COPD bzw. Asthma, Herzinsuffizienz, Schlaganfall oder Demenz, aktive Krebserkrankung, Transplantation oder schwere Niereninsuffizienz. Patienten wird empfohlen, eine entsprechende Eigenerklärung auszufüllen und mit in die Apotheke zu bringen. Wenn man einer weiteren Person, die berechtigt ist, Masken mitbringen möchte, benötigt man dazu nur den Personalausweis der betreffenden Person.
„Eine ärztliche Bescheinigung benötigen die Risikopatienten unter 60 Jahren nicht. Sie müssen laut Verordnung das Vorliegen der Erkrankung oder des Risikofaktors „durch eine Eigenauskunft nachvollziehbar darlegen““. Das erklärt Dr. Nina Grunsky vom Apotherkerverband Westfalen-Lippe gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Dieser empfiehlt Risikopatienten, die Stammapotheke aufzusuchen. Dort kenne man die Patienten. „Wir bitten nochmals alle Patienten, nicht gleich am ersten Morgen nach Inkrafttreten der Verordnung in die Apotheken zu eilen und Verständnis zu haben, falls es doch einmal zu Wartezeiten kommen sollte. Die Apotheken müssen die Masken innerhalb weniger Tage beschaffen (bundesweit für mehr als 27 Millionen Bürger je drei Masken). Zudem haben die Apothekenteams die Maskenausgabe zusätzlich zur täglichen Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln zu stemmen“, so Grunsky.
Auch ABDA-Präsident Friedemann Schmidt appelliert an die Patienten: „Wir bitten darum, dass nicht alle gleich heute zu kommen. Wir können nicht alle Berechtigten an einem Tag versorgen, und die benötigten Masken werden auch erst nach und nach in die Apotheken geliefert. Lange Schlangen vor der Offizin wollen wir auch aus Gründen des Infektionsschutzes so gut es geht vermeiden. Die Patienten haben Zeit bis zum sechsten Januar, sich die Masken abzuholen. Die Apotheken bleiben auch im Lockdown geöffnet.“
Rund 27 Millionen Patienten sind berechtigt, bis zum Jahresende drei kostenlose FFP2-Masken zu beziehen. Schmidt: „Wir rechnen mit einem enormen Kundenandrang. Durchschnittlich kommen zusätzlich rund 1500 Patienten auf jede der knapp 19.000 Apotheken. Das stellt die Apotheken vor einen enormen Mehraufwand in der Beschaffung, Prüfung und Abgabe der Masken.“ Die Marktsituation für FFP2-Masken ist unübersichtlich und die Einkaufspreise der Apotheken schwanken, auch durch die aktuell erhöhte Nachfrage.
Schmidt: „Eine FFP2-Maske ist kein Freifahrtschein. Alle anderen Infektionsschutzregeln sollten weiterhin eingehalten werden. Dazu gehört Händewaschen, Abstand halten, Lüften und die Benutzung der Corona-Warn-App.“
 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner