Am Mittwoch kehren die Schüler zurück in die Augustdorfer Klassenzimmer. Das Schuljahr 2022/23 beginnt – das vierte unter Pandemiebedingungen.

Maske, Selbsttests, Luftfilter, Impfungen – wenn am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler der Unterricht nach den Sommerferien wieder beginnt, nimmt auch die Debatte um Schutzmaßnahmen wieder Fahrt auf. Fürs Klassenzimmer empfiehlt NRW-Schulministerium Dorothee Feller (CDU), freiwillig Maske zu tragen. Eltern sollen über die Schulen Corona-Schnelltests erhalten, damit ihre Kinder sich zu Hause testen können. Am 10. August – oder am Folgetag bei Einschulungen – besteht auch in der Schule eine Selbsttest-Möglichkeit.

Zu Corona kommen Sorgen rund um Gaskrise, Inflation und das Dauerproblem Personalmangel hinzu, wie Anke Staar von der Landeselternkonferenz NRW berichtete. Wichtige Maßnahmen wie das Einbauen von Lüftungsanlagen seien kaum umgesetzt.

Der Philologenverband NRW hält es grundsätzlich für richtig, auf mehr Eigenverantwortung der Schulen zu setzen. „Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten“ sei das Land gut aufgestellt, sagte Verbandschefin Sabine Mistler. Sollte in Ausnahmefällen kein Präsenzlernen möglich sein, brauche es überall vergleichbare Bedingungen bei der digitalen Ausstattung – und dafür jetzt einen zügigen Ausbau.

Der NRW-Vorsitzende des Bildungsverbands VBE, Stefan Behlau, glaubt: „In Zeiten, in denen die Bahn ganze S-Bahnlinien aufgrund zahlreicher Erkrankungen ersatzlos streichen muss, muss davon ausgegangen werden, dass auch der Schulbetrieb nicht von Störungen verschont bleibt.“ Lehrer bräuchten „bestmögliche Unterstützung“ durch Bund, Land und Kommunen.

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