Seit Mitte Dezember gelten in Lippe erweiterte Schutzmaßnahmen, um das Infektionsgeschehen deutlich unter eine 7-Tages-Inzidenz von 200 abzusenken. Die aktuellen Werte rund um die Feiertage und den Jahreswechsel stehen im Fokus der öffentlichen Diskussion, ob die erweiterten Schutzmaßnahmen aufgehoben werden müssen.
Die Voraussetzungen für eine kurzfristige Änderung liegen zurzeit nicht vor. Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung sind die angeordneten Maßnahmen fortlaufend zu überprüfen und erst dann aufzuheben, wenn die Infektionszahlen nachhaltig deutlich unter den Wert von 200 absinken. Da über die Feiertage an einzelnen Tagen keine Zahlen gemeldet wurden, können die Werte wieder ansteigen. Die 7-Tages-Inzidenz kann in den kommenden Tagen wieder deutlich ansteigen, da jetzt alle Institutionen wieder testen und auswerten, was zur Feststellung von neuen Coronafällen führen kann.
Die erweiterten Schutzmaßnahmen aufzuheben, war seit jeher nicht nur an sieben Tage unter dem 200er-Wert gekoppelt, sondern auch an ein Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS). Die überarbeitete Coronaschutzverordnung vom 30. Dezember 2020 beinhaltet nun Formulierungen im Hinblick auf die nachhaltigen Entwicklung und stellt damit eine veränderte Situation zu Mitte Dezember dar. Es gilt jetzt die Entwicklung in dieser Woche zu beobachten und zu bewerten.
Eine 88-Jährige, eine 93-Jährige, ein 91-Jähriger, eine 84-Jährige und ein 86-Jähriger, die das Coronavirus in sich getragen haben, sind verstorben. Aktuell sind 1.165 Personen in Lippe nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem 6. März wurden bisher 40.348 Abstriche von mobilen Teams und im Diagnostikzentrum genommen. Die Inzidenzzahl für den Kreis Lippe betrug am Dienstag 122,9.

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