Zu einem Informationsbesuch kam der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“, Brigadegeneral Alexander Krone, in Begleitung einer Delegation seines Stabes in die Augustdorfer Rommel-Kaserne. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens stand der Unterstellungswechsel des Panzergrenadierbataillons 212, das in wenigen Wochen offiziell der Kampftruppenbrigade aus dem sächsischen Frankenberg angehören wird. Zur Steigerung der Einsatzbereitschaft des Heeres werden zukünftig alle schweren Kampftruppenbataillone in drei Heeresbrigaden in Niedersachsen, Bayern und Sachsen konzentriert. Im Gegenzug werden zwei Infanteriebataillone der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ zugeordnet.

Der Inspekteur des Heeres hat dazu im Oktober des vergangenen Jahres eine Reihe von organisatorischen Maßnahmen angeordnet. Neben dem Panzergrenadierbataillon 212 wird auch das Panzerbataillon 203 bei der Panzerlehrbrigade 9 in Munster eine neue militärische Heimat finden. Für den 52-Jährigen General, der seit November 2020 an der Spitze der Frankenberger Brigade steht, wird es nicht der letzte Besuch am Sennerand gewesen sein, denn die Augustdorfer Panzergrenadiere werden ebenso wie ihre Kameraden vom benachbarten Panzerbataillon 203 in der Rommel-Kaserne stationiert bleiben.

Nach einem kurzen Lagevortrag durch Brigadekommandeur Stephan Willer nahm sich Krone mit seinem Team viel Zeit, um sich erstmals intensiv mit Bataillonskommandeur Sven Scharnitzki und seinem Stab auszutauschen. Die aktuelle Lage des traditionsreichen Kampftruppenverbandes sowie die zukünftige Ausbildungsplanung standen im Mittelpunkt des Informationsbesuches des künftigen Brigadekommandeurs der „212er“. Zusätzlich sind die Panzergrenadiere aus der Rommel-Kaserne im Herbst für einen Einsatz im zentralafrikanischen Krisenstaat Mali vorgesehen. Doch nicht nur die Auftragsbücher von Sven Scharnitzki und seinen Grenadieren sind gut gefüllt.

Brigadegeneral Krone stellt mit seinen Bataillonen seit dem Jahreswechsel den Kern der Heereskräfte der „Very High Readiness Joint Task Force“, kurz VJTF. Diese „Speerspitze“ der NATO-Streitkräfte zeichnet sich durch besonders kurze Alarmierungszeiten aus. Den Kern der Landkomponente der VJTF 2023 bildet die Panzergrenadierbrigade 37 ergänzt durch weitere Kräfte aus dem Heer, dem Sanitätsdienst, der Streitkräftebasis sowie dem Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Insgesamt umfasst der Gefechtsverband rund 8.000 Soldatinnen und Soldaten. Krone zeigte sich von der professionellen und umfassenden Einweisung bei den „lippischen Panzergrenadieren“ beeindruckt: „Wir reisen mit wichtigen Informationen und einem guten ersten Eindruck wieder nach Sachsen“, so der Ein-Sterne-General.

Der Brigadekommandeur zeigte sich zudem optimistisch, dass es schnell gelingen werde, das Panzergrenadierbataillon 212 in den sächsischen Großverband zu integrieren. Für Brigadekommandeur Stephan Willer ist klar: „Wir stellen sicher, dass alle erforderlichen strukturellen Organisationsmaßnahmen – insbesondere die bevorstehenden Unterstellungswechsel – reibungslos, professionell und fristgerecht umgesetzt werden“, betonte der ranghöchste „21er“. Der Informationsbesuch bildete den Auftakt zur Umgliederung der Panzerbrigade 21 in eine Brigade der Mittleren Kräfte.

Textquelle: Bundeswehr:
Fotoquelle: Bundeswehr / Martin Waltemathe / Blick in die Zukunft: In wenigen Wochen ist Brigadegeneral Alexander Krone (4.v.l.) der neue Vorgesetzte von Grenadier-Kommandeur Sven Scharnitzki (4.v.r.). Brigadegeneral Stephan Willer (3.v.r.) versorgte die Delegation der Panzergrenadierbrigade 37 aus Sachsen mit ersten Informationen zur Vorbereitung des Unterstellungswechsels.

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