Für Militärpfarrerin Annette Schulz dürften die „Standing Ovations“ und die ausgelassene Stimmung unter den Besucherinnen und Besuchern am Ende des Adventskonzertes ein „Segen“ gewesen sein. Denn spätestens mit dem deutlichen Zuspruch der Gäste und den strahlenden Gesichtern von Sängern und Musikern war klar, dass sich der Wunsch der Pfarrerin nach einer gelungenen Neuauflage der traditionsreichen Veranstaltung an der Hermann-Straße erfüllt hatte.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause fand das vorweihnachtliche Konzert der Evangelischen Militärkirchengemeinde erstmals unter Regie der Militärgeistlichen statt, die seit September 2021 die Geschicke der evangelischen Militärseelsorge am Standort Augustdorf lenkt. Für den großen Erfolg des Abends sorgten 20 Studierende der Hochschule für Musik aus Detmold, deren Darbietung an den Instrumenten die Gäste an der Hermannstraße begeisterte. Unterstützt wurden sie von stimmgewaltigen Sängerinnen und Sängern des Kirchenchores und der Musikschule aus der Detmolder Altstadt.

Die Qualität des knapp anderthalbstündigen Konzertes in der Militärkirche ließ nicht vermuten, dass die knapp 50 Akteure vor den Proben für den Abend noch nie in dieser Konstellation gemeinsam aufgetreten sind. Julian Weller, Kirchenmusiker der Militärkirchengemeinde und ebenfalls Student der Detmolder Talentschmiede, inszenierte das Werk „Te Deum“ des französischen Komponisten M.A. Charpentier. Welle stellte die fast 50-köpfige Gruppe jedoch nicht nur zusammen, sondern dirigierte die in jeder Hinsicht bunt gemischte Künstlerschar souverän durch den musikalischen Parcours des Abends.

Wirft man in der Chronologie des Abends noch einen Blick zurück an die Zeit unmittelbar vor Beginn des Konzertes, dürften knisternde Holzscheite, Funkenflug und Fackelschein Begriffe sein, die jeder Besucher vor seinem geistigen Auge hatte. Denn zahlreiche Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 21 hatten nicht nur im Vorfeld organisatorisch kräftig mitgewirkt. Auch am Abend selbst waren die Angehörigen der „Lipperland-Brigade“ präsent und sorgten als Parkplatz-Einweiser für die sichere Anreise und mit Feuerkörben vor der Kirche und als Fackelträger auf dem Weg zum Gotteshaus für eine festliche Atmosphäre.

Einziger kleiner Wermutstropfen des Abends: Mit nur rund knapp 90 Besucherinnen und Besuchern kamen deutlich weniger Musikbegeisterte als in den Vorjahren in die Militärkirche an der Rommel-Kaserne. Militärpfarrerin Annette Schulz und ihr Team werden daher im kommenden Jahr die Werbetrommel kräftig rühren, wenn am 5. Dezember 2023 wieder das festliche Adventskonzert der Augustdorfer Militärkirchengemeinde und der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ auf dem Programm steht.

Textquelle: Bundeswehr
Fotoquelle: Bundeswehr / Nicolai Ulbrich / Beeindruckende Darbietung: Die Sängerinnen der Hochschule für Musik (vorne) sowie die Mitglieder des Kirchenchores der evangelischen Militärkirchengemeinde präsentierten nach zweijähriger Corona-Zwangspause das Werk „Te Deum“ des französischen Komponisten M.A. Charpentier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner