Die Fraktion der Demokratischen Bürger-Union im Gemeinderat beantragt, dass die Verwaltung notwendige Maßnahmen ergreifen soll, um gegen die Jugendkriminalität in Augustdorf vorzugehen. Hierzu soll auch ein Vertreter bzw. eine Vertreterin des Jugendamtes des Kreises Lippe in eine Sitzung eingeladen werden.

„Zur Begründung können Beispiele von Jugendlichen aufgelistet werden, die sich weder an allgemeine Normen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung halten, noch ein halbwegs adäquates soziales Verhalten beweisen“, heißt es in dem Antrag. Ende November sei die Hand eines 12-jährigen Schülers durch „massive Gewalteinwirkung“ eines 14-jährigen Mitschüler gebrochen worden. Auch weitere Berichte müssen aus Sicht der DBA-Fraktion dafür sorgen, dass sich die Kommunalpolitik mit dem Thema „Jugendkriminalität“ auseinandersetzt.

„Wir sprechen hier von einer Form der Jugendkriminalität, wie Körperverletzung, Diebstahl und Bedrohung. Wir fordern eine Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen bei der Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität in Augustdorf“, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag. Hierfür möchte die DBA ein Netzwerk aufbauen und gemeinsam mit den Jugendämtern agieren. „Festzuhalten ist, dass das Verhalten einiger Kinder und Jugendlicher in Augustdorf eine latente Kindeswohlgefährdung darstellt“, beurteilt die DBA-Fraktion die Lage.

„Um die soziale Situation in Augustdorf zu verbessern und dauerhaft präventiv gegen Jugendkriminalität entgegenzuwirken, sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Aus unserer Sicht ist ein Arbeitskreis mit den oben genannten Organisationen und Behörden dringend notwendig“, schreibt die DBA-Fraktion. Als mögliche Lösung präsentiert die Fraktion das Programm „Kurve kriegen“ des Landesinnenministeriums. „Zielgruppe dieses Projekts sind Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 15 Jahren, die mindestens ein Gewaltdelikt oder drei Eigentumsdelikte begangen haben und deren Lebensumstände von so vielen Problemen belastet sind, dass ein dauerhaftes Abgleiten in die Kriminalität droht“, schreibt die DBA-Fraktion.

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