Starkregenereignisse stellen auch in Augustdorf eine Gefahr dar. Das zeigt eine interaktive Karte, welche der Kreis Lippe zu diesem Thema erstellt hat. Im vergangenen Jahr zeigte sich in NRW und Rheinland-Pfalz, welche Gefahren hiervon ausgehen können. Bereits im April hatte die SPD-Fraktion deswegen Vorsorgekonzepte gefordert. Der Betriebsausschuss hat den Weg hierfür in der vergangenen Sitzung frei gemacht.

In Ihrem Antrag beschreibt die SPD-Fraktion die Gefahrenpunkte in Augustdorf: Nördlich des Inselweges, nördlich und südlich des Krokusweges  (einschließlich der AWO-Kita Bienenkorb), nördlich der Hyazinthenstraße, nördlich und südlich der Pommernstraße, nördlich und südlich der Berliner Straße sowie nördlich und südlich der Pivitsheider Straße zwischen den Einmündungen Eichenweg und Zuschlag. Grund hierfür ist das „namenlose Gewässer“, welches sich queer durch die Gemeinde zieht.

Auch die Siedlung nördlich der Pivitsheider Straße ab der Einmündung Berliner Straße in östlicher Richtung bis zum Ende der Wohnbebauung sind von Hochwasser betroffen. Weiterhin sind in der
„Vogelsiedlung“ mehrere Straßen durch abfließendes Wasser aus dem Stapel potenziell von
Hochwasser bedroht. Das Niederschlagswasser entlang des Lopshorner Wegs fließt in süd-westliche
Richtung durch das Wohngebiet ab.

Bei der Änderung des Bebauungsplans „Westlich des Kirchwegs“ wurde auf die Situation mit dem Niederschlagswasser hingewiesen worden. Aus diesem Grund wurde in diesem Bereich bereits ein Regenrückhaltebecken geplant. Als Konsequenz hat der Gemeinderat Ende 2019 beschlossen, dass die Entwässerungsproblematik in den gültigen Bebauungsplänen mit dem Kreis Lippe als untere Wasserbehörde abzustimmen sei. Aufgrund des Klimawandels und der Gefahr von zunehmenden Starkregenereignissen hat die SPD-Fraktion Vorsorgekonzepte beantragt.

Der Beschluss des Betriebsausschusses sieht nun vor, dass bei künftigen Änderungen von Bebauungsplänen die Entwässerung in Hinblick auf mögliche Starkregen- und Hochwasserereignisse untersucht werden. Weiterhin ist ein nachhaltiges Niederschlagsmanagement aufzunehmen. Weiterhin sollen 2023 möglichst alle Bebauungspläne daraufhin untersucht werden. Ab 2024 sollen erste Maßnahmen begonnen werden.

„Wir freuen uns über den Beschlussvorschlag, auch wenn natürlich über die Jahreszahlen diskutiert werden könnte, erklärte Daniel Klöpper, Fraktionsvorsitzender der SPD. Allerdings habe die Fraktion Verständnis, dass die Gemeindewerke aufgrund der anstehenden Investitionsvorhaben ein straffes Arbeitsprogramm haben.

Auch die DBA-Fraktion stimme diesem Vorgehen zu. Allerdings könnte sich die DBA nichts unter einem Niederschlagsmanagement vorstellen, erklärte der Fraktionsvorsitzende Lutz Müller. Hierbei handele es sich um verschiedene Maßnahmen, die durchgeführt werden können, berichtete Armin Zimmermann, Leiter der Gemeindewerke. Im Normallfall solle das Regenwasser gesammelt werden und kontrolliert versickern, verdunsten oder in das „namenlose Gewässer“ eingeleitet werden. Im Fall eines Starkregenereignisses könnten Regenrückhaltebecker aber auch abgelassen werden, um zusätzliche Puffer zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner