Im Jahre 1994 befand sich der Kulturkreis Augustdorf noch in den Anfängen. Veranstaltungen mit Musik oder Kabarett waren mäßig besucht. So entstand die Idee, alles in einen Abend zu packen. Das war die Geburtsstunde des Augustdorfer Varietés. Der Plan ging auf, schon das erste Varieté war ausverkauft. Aus heutiger Sicht nicht weiter schwierig, denn es gingen nur etwa 90 Zuschauer an Tischen in den großen Sitzungssaal im Bürgerzentrum.

Die kleine Bühne war eine Eigenkonstruktion, die Bühnenbeleuchtung bestand aus zwei Baustrahlern, Musikeinspielungen liefen tatsächlich noch über Kassette auf einer kleinen Musikanlage. Die auftretenden Künstler kamen alle aus der Region und die weiteste Anreise hatte das Artistenduo, es kam aus Bielefeld.

Auch die Varietés zwei und drei fanden noch im Bürgerzentrum statt, immer vor ausverkauftem Haus. Das zweite Varieté wurde übrigens von einem damals noch jungen und unbekannten Kabarettisten moderiert, der schon vorher mit seinem ersten Soloprogramm in Augustdorf aufgetreten war. Es war Thomas Philipzen, inzwischen allen bekannt als Mitglied des Kabarett-Trios STORNO. Zum vierten Varieté zog der Kulturkreis dann um ins Haus Senne, heute Oase genannt. Und zum zehnjährigen „Jubiläum“ bot der Kulturkreis wegen der großen Kartennachfrage das Varieté gleich an zwei Abenden an.

Danach fiel die Entscheidung, erneut umzuziehen, diesmal in die Witex-Halle, wo das Augustdorfer Varieté bis heute stattfindet und dem Publikum immer wieder unvergessliche Abende mit bester Unterhaltung und Weltklasseartistik präsentiert, dargeboten von Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa.

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