Am heutigen Donnerstag beginnt die Verlegung von ukrainischen Flüchtlingen ins Heidehaus. Im Gespräch mit den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erläuterten Bürgermeister Thomas Katzer und Fachbereichsleiter Olaf Kupsch, dass dort bis zu 35 Plätze zu Verfügung stehen, die aber bis morgen noch nicht gänzlich belegt werden, „sondern wir fangen an mit 16, 17 Plätzen, die an belegt werden, an“, so Thomas Katzer.
Ebenfalls habe die Gemeinde die Genehmigung vom Bund bekommen, den Bundeswehr Block 24 weiter nutzen zu dürfen. „Und natürlich haben wir Angebote von Bürgern, die sich bei uns melden und Wohnraum oder Wohnungen zum Vermieten anbieten“, erklärte Olaf Kupsch.

Humanitäre Hilfe inmitten einer Militäroffensive

Der UNHCR hat die Ukraine zu einem Notfall der Stufe Drei erklärt. Das ist die höchste Notfall-Stufe überhaupt, bei der umfassende Hilfsoperationen in Gang gesetzt werden.
Die UNHCR-Teams haben alle Notfallmaßnahmen aktiviert, um Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und vom Konflikt betroffenen Menschen gleichermaßen zu helfen. Angesichts der enormen Bedürfnisse wird der UNHCR seine Hilfsmaßnahmen auf die Bereitstellung von Unterkünften, grundlegender Hilfsgüter und Bargeldhilfen konzentrieren und sich dafür einsetzen, dass alle Schutzbedürftigen ihre Rechte wahrnehmen können.
Soweit es die Sicherheitslage innerhalb der Ukraine zulässt, kümmern sich die UNHCR-Helfer*innen um die Verteilung von Nothilfepaketen mit Basishilfsgütern, wie Decken und Wasserkanistern. Dazu stehen sie in Kontakt mit lokalen Partnerorganisationen sowie Vertreter*innen von Binnenvertriebenengemeinschaften, um die Bedürfnisse zu erheben und sichere Orte für die Betroffenen zu finden. Insbesondere bereitet sich der UNHCR darauf vor, Binnenvertriebene in der Westukraine zu unterstützen, wo der Zugang zur humanitären Hilfe sicherer ist. Des Weiteren verstärkt der UNHCR landesweite Hotlines, um wichtige Informationen für Vertriebene bereitzustellen. Zusätzliche lebensnotwendige Vorräte aus den weltweiten Lagerbeständen des UNHCR werden eingeflogen, um schnell auf neue Vertreibungen reagieren zu können. 

Hilfe in den Nachbarländern

Bisher haben alle Nachbarländer ihre Grenzen für Flüchtlinge aus der Ukraine offen gehalten. Der UNHCR appelliert an die Regierungen nachdrücklich, allen Flüchtlingen weiterhin Zugang zum Territorium zu gewähren: Ukrainer*innen und in der Ukraine lebenden Drittstaatsangehörigen, die nun gleichermaßen gezwungen sind, vor der Gewalt zu fliehen. 
In den benachbarten Ländern unterstützt der UNHCR die Vorbereitungen und laufenden Operationen der jeweiligen Behörden und lokalen Hilfsorganisationen, um den Flüchtlingen, die über die Grenzen kommen, angemessen helfen zu können und den notwendigen Schutz der Menschen zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit gilt den besonders verletzlichen Gruppen wie unbegleiteten Kindern, älteren und behinderten Menschen. Sie erhalten essenzielle Hilfen und Zugang zu aufnehmende Institutionen.
Der UNHCR hat seine Vertretungen in Ungarn, Polen, Rumänien, Belarus, Moldawien und in der Slowakei verstärkt. Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind auf dem Weg, um die Arbeit der jeweiligen Länderbüros zu unterstützen.

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