„Ein sicherer Schulweg – Bewegung für Kinder – Reduzierung des Verkehrsaufkommens“. Mit diesen Schlagworten ist ein Antrag überschrieben, den die FWG-Fraktion Bürgermeister Thomas Katzer zugeleitet hat und der den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN vorliegt.
Mit dem Antrag will Fraktionschef Peter Kaup die Verwaltung beauftragen, in enger Abstimmung mit den Augustdorfern Schulen, der Landesverkehrswacht NRW sowie der Paderborner Universität, Möglichkeiten zur Verbesserung der Schulwege auszuarbeiten.
Dabei setzt die FWG vor allem auf zwei Varianten: Zum einen schlägt Kaup einen „Walking Bus“ vor. Das ist eine virtuelle ausgeschilderte Buslinie mit festen Zeiten und Routen unter Begleitung von Erwachsenen, respektive älteren Kindern (ab 13 Jahre).
Das Modell ist recht einfach: Zwei Erwachsene bilden zunächst einmal das „Buspersonal“. Sie starten zu Fuß von ihrem Ausgangspunkt, „dem Busbahnhof“, und laufen die erste „Haltestelle“ an. Dort steigen die ersten Kinder in den leeren „Bus“. Fahrkarten werden hier selbstverständlich nicht verlangt. Die Kinder sollten allerdings Reflektorbänder am Arm und die Erwachsenen eine Leuchtweste tragen. Der mittlerweile angewachsene „Bus“ bewegt sich dann zur nächsten „Haltestelle“ und läuft zuletzt die Schule als Endstation an. Auf dem Rückweg nach Hause wiederholt sich das Ganze, nur umgekehrt.
Der Bus auf Beinen hat laut Peter Kaup folgende Vorteile: Eine größere Gruppe von Kindern wird in Begleitung Erwachsener sicher zur Schule gebracht. Der Schulweg wird auf diese Art und Weise immer wieder geübt. Die Kinder üben durch Beobachten, Lernen, Erfragen und Erklären sicheres Verkehrsverhalten. Mit Blick auf den „Walking Bus“ verbunden sind unter anderem die Vorteile der Entlastung des Verkehrs und der Situation an den Schulen sowie der Beitrag zur schulischen Leistungsfähigkeit.
Als zweite Variante schlägt die FWG Schülerlotsen vor.
Zur Begründung für den Antrag führt der FWG Fraktionschef an, dass sich Kinder, insbesondere Schüler der Grundschulen auf dem Schulweg einer wachsenden Gefährdung durch Kraftfahrzeuge ausgesetzt sähen.
Zusätzlich nutzten Eltern auch kürze Anfahrtswege, um Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, was insbesondere in den Zonen vor den Schulen für ein erhöhtes, unübersichtliches Verkehrsaufkommen sorgt.
Der Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf Schulwegen müsse bereits im Vorfeld geleistet werden – noch bevor es zu einer Schädigung der Kleinsten kommt. Die im Antrag genannten Lösungsansätze könnten nach der Corona Pandemie, sobald auch das Schulpersonal wieder Luft hat und genügend ehrenamtliche Helfer bereitstünden, umgesetzt werden.

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